Hilgenfeld: Hören und Sehen

Das Auge

Funktion

 

Das Licht unserer Umwelt gelangt in das Auge. Dabei passiert es die äußere, durchsichtige Hornhaut und trifft durch die Pupille, die von der farbigen Iris umgeben ist, in das Augeninnere. Direkt hinter der Pupille befindet sich die Linse, welche die Lichtstrahlen bündelt und ein Abbild der Umwelt, die wir sehen, auf die Netzhaut (Retina) wirft, ähnlich wie bei der Funktion einer Kamera, wo das Licht durch das Objektiv auf den Film fällt.

Auf der Netzhaut befinden sich die Sehsinneszellen: Stäbchen und Zapfen. Erstere sind für die Verarbeitung von Helligkeitsinformationen zuständig und letztere für die Farberkennung. Über den Sehnerv gelangen die Signale von den Sehsinneszellen im Auge an das Gehirn, welches aus den Informationen ein Bild zusammensetzt und zu interpretieren weiß. Das Sehen selbst findet also erst im Gehirn statt.

Rechtsichtigkeit bzw. Emmetropie und Fehlsichtigkeit

Bei einem rechtsichtigen oder so genannten emmetropen Auge, handelt es sich um ein Auge, bei dem alles in Ordnung ist, und das Bild von sowohl weit als auch nah entfernten Objekten klar und scharf auf der Netzhaut abgebildet wird. Dazu wird die Linse entsprechend der Entfernung der Objekte stärker oder schwächer gekrümmt. Dieser Vorgang wird Akkomodation genannt und ist ebenfalls mit dem Einstellen des Objektives einer Kamera vergleichbar.

Relativ häufig kommt es jedoch vor, dass die Form des Augapfels oder die Krümmung der Linse nicht ideal ist. Dann entsteht das Abbild nicht direkt auf der Netzhaut, sondern kurz davor oder dahinter. Dadurch kommt bei der Verarbeitung der Informationen im Gehirn ein unscharfes, verschwommenes Bild zustande.

Solche Fehlsichtigkeiten sind heutzutage durch das Hinzufügen einer weiteren, ausgleichenden Linse - in Form der Gläser einer Brille - sehr einfach zu korrigieren.

 

Fehlsichtigkeiten

 

Fehlsichtigkeiten bzw. Sehfehler entstehen meist durch eine bereits angeborene, nicht ideale Form des Augapfels oder Krümmung der Linse, wodurch beim Sehen das durch die Linse auf die Netzhaut geworfene Bild nicht direkt auf dieser, sondern davor oder dahinter entsteht und somit unscharf erscheint. Um dies zu korrigieren kommt eine zweite, individuell angepasste Linse zum Einsatz: Eine Brille oder Kontaktlinsen.

Die Betroffenen sind dabei keineswegs allein. Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung benötigt zumindest gelegentlich eine Brille um scharf und klar zu sehen.

Man unterscheidet folgende Fehlsichtigkeiten:

Kurzsichtigkeit - Myopie

Kurzsichtige sehen in der Nähe gut, aber in der Ferne schlecht. Der Augapfel ist zu lang oder die Linse zu stark gekrümmt, wodurch das Abbild vor der Netzhaut entsteht. Eine konkave Zerstreuungslinse - ein Minusglas - sorgt dafür, dass sich der Brennpunkt beider Linsen zusammen (Brille und Linse des Auges) und damit das entstehende Bild nach hinten auf die Netzhaut verschiebt und man auch in der Ferne wieder scharf sieht.

Kurzsichtigkeit kann übrigens auch auftreten, wenn das Sehen durch Tätigkeiten im Nahbereich (z.B. Lesen, Schreiben) sehr stark beansprucht wird: z.B. bei Schülern und Studenten.

Übersichtigkeit (auch Weitsichtigkeit genannt) - Hyperopie

Bei Übersichtigkeit kann man in der Ferne gut sehen, in der Nähe jedoch nur verschwommen. Das Auge ist entweder zu kurz oder die Linse zu schwach gewölbt und das Bild entsteht hinter der Netzhaut. Junge Übersichtige, deren Linsen noch stark elastisch sind, können dies durch starkes Krümmen häufig ausgleichen, leiden dabei jedoch unter großer Anstrengung. Durch die Verwendung konvexer Sammellinsen - bzw. Plusgläser - wird die Lage des Bildes nach vorn auf die Netzhaut verlagert und wieder scharf gesehen.

Stabsichtigkeit - Astigmatismus

Der Sehfehler bei Stabsichtigkeit beruht auf einer ungleichmäßigen Krümmung der Hornhaut, wodurch die ins Auge eintretenden Lichtstrahlen unterschiedlich abgelenkt werden und kein einheitliches Bild mehr erzeugen. Auch wenn dieses ungleichmäßige Bild vielleicht auf der Netzhaut entsteht, ist es dennoch unscharf und verzerrt, sowohl beim Sehen in die Ferne als auch in die Nähe. Bei Stabsichtigkeit werden mit Hilfe der individuell angepassten, ungleichmäßigen Kurven eines so genannten torischen Brillenglases, die Verkrümmungen der Hornhaut ausgeglichen.

Alterssichtigkeit - Presbyopie

Auch mit zunehmenden Alter kann es zu einer Fehlsichtigkeit kommen. Da die Linse an Elastizität verliert und sich nicht mehr so gut krümmen kann, verschlechtert sich das Sehen im Nahbereich. Um sich nicht bei Arbeit und Hobby einschränken zu lassen, sollten Sie daher Ihre Sehstärke regelmäßig kontrollieren lassen! Die meisten Menschen benötigen ab ca. 40-45 Jahren eine Lesebrille. Dies ist völlig normal und natürlich.

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